Unsere Geschichte

In der Geschichte des Schweizer Buchhandels ist der 25. Juni 1882 ein Tag von besonderer Bedeutung. Im 1. Stock des Bahnhofbuffets in Olten wurde der rechtliche Grundstein zum „Schweizerischen Vereinssortiment“ gelegt.
Gründerväter des SVS waren die Buchhändler Karl Schmid, geb. 1827 in Meiningen (Thüringen), aus der Dalp’sche Buchhandlung, Bern (später Francke) und Hans Körber, geb. 1833 in Frankfurt, aus der Buchhandlung Huber & Cie., Bern (später Scherz). Karl Schmid war auch erster Verwaltungsratspräsident der AG „Schweizerisches Vereinssortiment“.

Karl Schmid und Hans Körber
Karl Schmid und Hans Körber
Gasthaus zur Krone zur Zeit der Gründung des SVS. Im ersten Stock des schmalen Gebäudeteiles (links im Bild) bezog das SVS seine Räume.

Bereits am 1. Oktober des Gründungsjahres öffnete das SVS seine Tore in der Liegenschaft der alten Krone in Olten. Im selben Jahr erschien bereits der erste gebundene Lagerkatalog mit 1'665 Titeln, davon 284 aus Schweizer Verlagen. Ausserdem wurde ein Weihnachtsprospekt in einer Auflage von 16'000 Exemplaren gedruckt.

Weitere Stationen in chronologischer Reihenfolge:


1883

  • Das SVS gibt den „Anzeiger für den Schweizer Buchhandel“ heraus.
  • Zwei Mitarbeiter erzielen einen Umsatz von Fr. 75'000.00.

1885

  • Die Aktiengesellschaft Schweizerisches Vereinssortiment wird in eine Genossenschaft umgewandelt.
  • Für ein Kilogramm deutscher Bücher wird ein durchschnittlicher Fakturawert von DM 4.50 errechnet.
  • Mit der Aufnahme der „Collection of British Authors“ wurden erstmals fremdsprachige Bücher ans Lager genommen.

1887

  • Die ersten Alleinauslieferungsverlage werden aufgenommen. Es handelt sich um Haessel, Leipzig und Thienemann, Stuttgart.

1888

  • Von Kundenseite kommt die Anfrage an das SVS, ob ein Telefon eingerichtet werden könnte. Nach genauer Evaluation wurde im Oktober 1889 ein Telefonanschluss mit der Nummer 18 installiert. In den ersten viereinhalb Monaten wurden 116 Gespräche geführt. Die Idee, die anrufenden Kunden mit Fr. -.20 je Gespräch zu belasten, wurde fallengelassen.

1890

  • Das SVS verlegt seinen Sitz an die Römerstrasse in Olten.

1891

  • Es wird beschlossen, französische Bücher ans Lager zu nehmen und einen Besorgungsdienst für alle nicht vorrätigen Bücher in deutscher Sprache einzurichten.
  • Der Umsatz beträgt Fr. 266'000.00.

1893

  • An der Jurastrasse 17 in Olten werden 732 Quadratmeter Bauland erworben (Fr. 7.00 / m2).

1895

  • Das neue Geschäftshaus an der Jurastrasse in Olten wird bezogen.

1900

  • Es sind 12'768 Titel am Lager.

1901

  • Der Umsatz beträgt Fr. 362'000.00

1903

  • Das SVS beschäftigt 9 Mitarbeiter bei einem Umsatz von Fr. 412’000.00.

1907

  • Das 25-Jahr-Jubiliäum findet in Olten statt.

1908

  • Der Ladenschluss um 19.00 Uhr und die völlige Sonntagsruhe werden eingeführt. Die Buchhändler beschweren sich, dass nach 18.00 Uhr keine telefonischen Bestellungen mehr erledigt werden.

1911

  • Der Umsatz erreicht Fr. 600'000.00.

1912

  • Die Remissionen werden zum Problem. Sie erreichen 4% des Umsatzes. Eine Remissionsgebühr von 5% wird eingeführt.

1914

  • Der erste Weltkrieg verursacht den Zusammenbruch der deutschen Währung und beschert dem SVS grosse Lagerverluste.
  • Das SVS beschäftigt 11 Mitarbeitende.

1921

  • Langsam aber sicher wird die Grenze von 1 Million Franken Umsatz ins Auge gefasst. 19 Mitarbeitende erzielen einen Umsatz von Fr. 811'000.00

1925

  • Das SVS hat 14'959 Titel am Lager.

1928

  • Der Vorstand des SVS errichtet eine Pensionskasse für das Personal.

1929

  • Der Zettelkatalog löst den bis anhin gebundenen Lagerkatalog ab.

1931

  • 28 Mitarbeitende erzielen einen Umsatz von 2 Millionen Franken.
Ein Bücherwagen im Jahre 1936

1937

  • Erstmals wird mit Fritz Hess aus Engelberg ein Schweizer Geschäftsführer des SVS.

1940

  • Der seit 1929 verwendete Zettelkatalog hat sich nicht bewährt. Der Lagerkatalog erscheint wieder in gebundener Form.

1944

  • Das SVS gibt im Auftrag des Verlages ‚Langenscheidts Taschenwörterbuch’ in Englisch, Französisch und Italienisch als Lizenzdruck heraus.

1946

  • Eine ausserordentliche Generalversammlung beschliesst den Erwerb eines Bauplatzes am Amthausquai in Olten.
  • 50 Personen erwirtschaften einen Umsatz von 3.3 Millionen Franken.

1947

  • Der Bau eines neuen Geschäftshauses beginnt am 7. April.

1948

  • Am 23. Dezember wird das neue Geschäftshaus am Amthausquai in Betrieb genommen.
Lichte Büroräume am Amtshausquai in Olten

1951

  • 60 Mitarbeitende erwirtschaften einen Umsatz von 5.9 Millionen Franken.

1955

  • Das SVS hat 14'483 Titel am Lager.

1956

  • 63 Mitarbeitende erwirtschaften einen Umsatz von 8.8 Millionen Franken.
  • SBVV und SVS führen in Frankfurt einen Gemeinschaftsstand an der Buchmesse.

1957

  • 75-Jahr-Jubliäum SVS.
  • 16'754 Titel sind am Lager.
  • Der Umsatz beträgt 9.1 Millionen Franken.

1961

  • Zur Beschleunigung des Fakturier- und Abrechnungswesens wird eine Lochkartenanlage installiert.
  • Das SVS führt die 5-Tage-Woche ein.
  • 90 Mitarbeitende erwirtschaften einen Umsatz von 12.8 Millionen Franken.

1966

  • Der Umsatz nähert sich der Grenze von 20 Millionen Franken: 90 Mitarbeitende setzen 19.5 Millionen Franken um.

1967

  • Das SVS kauft in Neuendorf ein Grundstück von 19'500 m2.
  • Am Lager sind nun 25'865 Titel.

1968

  • Ein zweites Grundstück von 19'000 m2 wird in Hägendorf erworben.
  • Das Angebot an Taschenbüchern wird erweitert: Alle gängigen Taschenbuch-Reihen werden lückenlos am Lager geführt.
  • Die ordentliche Generalversammlung des SVS beschliesst eine Änderung des Firmennamens. Aus dem „Schweizerischen Vereinssortiment“ wird das „Schweizer Buchzentrum“.

1969

  • Die Generalversammlung ändert den Zweckartikel der Genossenschaftsstatuten. In Zukunft werden nicht nur Genossenschafter, sondern alle dem SBVV angeschlossenen Buchverkaufsstellen beliefert.
  • Das BZ lanciert die preisgünstigen BZ-Exklusivausgaben.

1970

  • Die Buch Shopping AG wird als Tochtergesellschaft des BZ gegründet. Sie bezweckt die Eröffnung oder Übernahme von Buchverkaufsstellen in Einkaufszentren und an City-Lagen, sofern kein Buchhändler bereit ist, die Präsenz des Buches an diesen Standorten sicherzustellen.
  • Die Parzelle in Hägendorf wird durch den Erwerb von weiteren 5’000 m2 Land auf total 24’000 m2 arrondiert.
  • Das BZ führt jetzt 37'419 Titel am Lager.

1971

  • Die veraltete Lochkartenanlage wird durch EDV-Geräte ersetzt.
  • Die Bauparzelle in Neuendorf wird verkauft.
  • Eine ausserordentliche Generalversammlung beschliesst die Realisierung eines Neubaues in Hägendorf. Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 18.5 Millionen Franken.
  • 144 Mitarbeitende erzielen einen Umsatz von 32.4 Millionen Franken.

1973

  • Die Buch Holding AG wird als Tochtergesellschaft des BZ gegründet. Sie soll dort aktiv werden, wo lebensfähige Buchhandlungen keine Nachfolger oder Käufer finden.
  • Die Auslieferung erfolgt neu in BZ-Boxen.

1974

  • Der Mikrofiche-Lagerkatalog wird bei allen BZ-Genossenschaftern eingeführt. Er wird acht- bis zehnmal pro Jahr auf den neusten Stand gebracht. Das BZ ist das erste Barsortiment im deutschsprachigen Raum, das dieses moderne Katalogsystem einführt.
  • Der Neubau in Hägendorf wird bezogen. Die Lagerfläche beträgt nun rund 10'000 m2.

1975

  • Das BZ-Lager umfasst 45'790 Titel.

1976

  • Die EDV-Anlage wird erweitert.
  • 160 Mitarbeitende erarbeiten einen Umsatz von 50 Millionen Franken.

1977

  • Das BZ erwirbt in Hägendorf eine Baulandreserve von 10’344 m2.

1978

  • Mit Baker & Taylor Company in New York wird ein Kooperationsvertrag abgeschlossen. Er ermöglicht die Einführung des „USA-Book-Service“.

1980

  • Der Lagerbestand umfasst 64'154 Titel.

1981

  • Alle BZ-Katalogdaten werden in Zusammenarbeit mit Libri Frankfurt auf EDV gespeichert.
  • Das BZ übernimmt das Aktienkapital der Büchergilde Gutenberg AG, Zürich.

1982

  • Das BZ ist 100 Jahre alt!
  • Am Lager befinden sich 70'217 Titel; insgesamt ca. 2 Millionen Bücher.
  • 224 Mitarbeitende erzielen einen Umsatz von 62.7 Millionen Franken.

1984

  • Einführung des EDV-Dialog-Systems VAX 11/750 für alle Betriebsbereiche.
  • Erste elektronische Datenübermittlung mit Telex in Mailbox bei Radio Schweiz AG.

1988

  • Etiketten pro Artikel werden eingeführt.

1989

  • Unter dem Produktenamen "sbzdata" stellt das BZ sämtliche Katalogdaten in inzwischen täglich aktualisierten Update-Dateien (in tabellarischem Textformat) zur Verfügung. Der Zugriff erfolgt via Internet auf den BZ-FTP-Server.

1990

  • Der Katalog wird mit Libri-Titeln erweitert.
  • Die erste CD-ROM-Ausgabe des Kataloges wird herausgegeben.

1991

  • Der Jahresumsatz beläuft sich auf 116 Millionen Franken.

1993

  • Die 'schrankfertige Belieferung' wird als Schweizer Novum eingeführt.

1994

  • Das englische Barsortiment wird aufgebaut: 5'000 englische Titel befinden sich am Lager.
  • Aufbau eines Multimedia-Sortiments, das speziell auf den Buchhandel ausgerichtet ist.
  • Umstellung auf ein neues Lagersystem.

1996

  • Der E-Shop 'Bücher- und Medienmarkt', basierend auf der BZ-Katalogdatenbank, startet als Internet Shopping-Plattform für den Schweizer Buchhandel unter www.sbz.ch.

1997

  • Buchhandlungen können über das Internet Verfügbarkeitsabfragen auf den BZ-Bestand tätigen.

1998

  • Gründung der Tochtergesellschaft Bookit. Hauptaufgabe ist der Medienversand im Auftrag von Buchhandlungen und Verlagsauslieferungsverlagen.

1999

  • Das BZ entwickelt "sbzonline™". Die Bibliografier- und Bestellsoftware bietet dem Schweizer Buchhandel tagesaktuelle Titeldaten und eine sekundenaktuelle Verfügbarkeitsabfrage.

2000

  • Unter dem Produktenamen "sbzonline™ API" stellt das Buchzentrum eine Systemschnittstelle für den Online-Datenaustausch mit seinen Geschäftspartnern zur Verfügung. Alle Funktionen von sbzonline™ sind integriert und zusätzlich können Bookit-Bestellungen ausgelöst werden. API lässt unbegrenzte Gestaltungsfreiheit zu.

2001

  • Der operative Teil des Schweizer Buchzentrums wird per 1. März in die Buchzentrum AG (BZ) ausgegründet.
  • Einführung 6-Tage-Logistikservice: Was bis 17.00 Uhr bestellt wird, ist anderntags in der Buchhandlung (eingestellt im August 2003).

2002

  • Der Umsatz beträgt 220 Millionen Franken.

2005

  • Mit der Einführung des neuen ERP-Systems Axapta (Microsoft Business Solution) wird die 21 Jahre alte, selber entwickelte Software abgelöst.
  • Ebenso bietet das BZ den Katalogdatenaustausch im XML-Format (weltweiter Standard Onix 2.1 für Bücher) an. Der Zugriff erfolgt via Internet auf den BZ-FTP-Server.

2007

  • Die Genossenschaft Schweizer Buchzentrum feiert ihr 125-jähriges Bestehen.

2010

  • BZAlpha, das Online-Statistikprogramm für Verlage und Vertreter wird eingeführt. Es löst die über 10-jährige Software "sbzstatistik" ab.

2011

  • Das Buchzentrum erzielt einen Umsatz von 198 Millionen Franken.

2012

  • Im August beginnen die Arbeiten für den Erweiterungsbau des Buchzentrums. Die bisherige Fläche von 17'000 m2 wird auf 21'500 m2 erweitert.

2014

  • Der Erweiterungsbau wird festlich eingeweiht und in Betrieb genommen.

2015

  • Mit über 650 Verlagspartnern in der Verlagsauslieferung und dem umfangreichsten Barsortiment bietet das Buchzentrum die grösste Angebotsvielfalt im Schweizer Zwischenbuchhandel: 419‘549 unterschiedliche Artikel wie Bücher, DVD, Spiele und Geschenkartikel hat das BZ 2015 ausgeliefert.
Buchzentrum AG
Industriestr. Ost 10
CH-4614 Hägendorf

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